Was diese Woche wichtig war

  1. Urheberrecht und Abmahnwahn: Stellvertretend für die vielen vielen Artikel und weil es auch der Erste war, den ich gelesen habe. Hier geht es um das umstrittene Urteil des LG Köln bezüglich der Urheberkennzeichnung von Bildern auf Webseiten.
  2.  Das Flattervieh: Obwohl schon im Frühling 2013 veröffentlicht, hat Flappy Bird erst jetzt einen richtigen Hype gestartet.
  3. Gema will doppelt abkassieren: Einbetten von Youtube-Videos soll nach Gema-Vorstellungen Gebühren kosten.
  4. Sport ist M…: Heute beginnen in Russland die wohl umstrittensten Olympischen Spiele der Neuzeit. Letzte Möglichkeit sich nochmal umgehend zu informieren.

Dualboot von zwei Festplatten

Um etwas Erfahrung mit Linux zu erlangen und auch demnächst die Möglichkeit zu haben auf externen Entwicklerboards zu programmieren möchte ich gern ein Dualboot-System auf meinem Desktop-Rechner einrichten. Die Konfiguration sieht im Moment so aus, dass von einer 120 GB SSD Win7 geladen wird und eine 1 TB große Festplatte für Daten vorhanden ist. Auf die SSD möchte ich kein zweites System installieren, daher werde ich ein Dualboot-System mit zwei Festplatten einrichten. Wie ich dabei vorgegangen bin, möchte ich hier einmal darstellen.

Die Linux-Distribution

Mittlerweile gibt es so viele Linux-Distributionen wie Sand am Meer. Trotzdem viel mir die Wahl am Ende recht einfach. Ich habe mich für Ubuntu aus zwei Gründen entschieden. Erstens: Ich habe so gut wie keinerlei Erfahrung mit Linux. Nach einigen Recherchen scheint Ubuntu die am weitesten verbreitete Distribution zu sein. Daher erhoffe ich mir damit auch die meiste Unterstützung zu bekommen. Zweitens: Ubuntu wird auch bei mir an der Uni genutzt. Somit kann ich die Erfahrungen auch gleich praktisch umsetzen.

Die Vorbereitung

Drei Sachen müssen für die Installation vorbereitet werden.

  1. Eine freie Partition
  2. Download der ISO-Datei
  3. Ein bootfähiges Medium

Da das Betriebssystem auf ein bestehendes System installiert werden soll, muss dazu erst einmal eine freie Partition erstellt werden. Mit Hilfe des Windows-Tools Datenträgerverwaltung kann eine bestehende Partition verkleinert werden. Der übrig gebliebene Speicher steht dann als leere Partition zur Verfügung. Die endgültige Partition wird dann bei der Installation von Ubuntu erstellt.

Die Installationsdatei in Form einer ISO-Datei erhält man auf der Ubuntu-Webseite. Mit ca. 750 MB ist diese im Vergleich zu Windows-Versionen angenehm klein. Leider ging der Download bei mir etwas langsam.

In meinem Leben habe ich schon so viele DVDs/CDs gebrannt und danach immer wieder verloren oder waren irgendwann unlesbar. Deshalb habe mich für einen bootfähigen USB-Stick entschieden. Voraussetzung dafür ist ein entsprechend großer USB-Speicher und ein Computer der das Booten von USB unterstütz. Auf der Downloadseite von Ubuntu wird auch gleich ein passendes Tool empfohlen. Mit diesem lässt sich mit wenigen Klicks ein bootfähiger USB-Stick erstellen.

Die Installation

Um nun letztendlich vom Stick zu starten, muss im BIOS der USB-Stick als erstes Bootmedium ausgewählt werden. Die Tastenkombinationen unterscheiden sich meist von Mainboard zu Mainboard aber am häufigsten geht das mit der Taste F12. Nach dem erfolgreichen Start, wird Ubuntu geladen. Das ist etwas ungewöhnlich. Hat man doch ein Installationsprogramm für das Betriebssystem erwartet. Man kann einfach erstmal das neue OS testen und sich dann immer noch für oder gegen eine Installation entscheiden. Die eigentliche Installation lässt sich dann von einer Desktopverknüpfung starten.

Eigentlich habe ich mir das Einrichten von zwei Bootloadern aufwändiger vorgestellt. Der Plan war jeweils eine Platte auszuhängen und dann auf die Entsprechende das OS zu installieren um dann später vom BIOS aus das Laufwerk mit dem OS auszuwählen. Anscheinend hat Windows 7 den Bootloader auf die große Festplatte installiert. Also war dieses Vorgehen nicht möglich und ich habe den Bootloader überschrieben. Nun wird beim Starten der Linuxbootloader geladen. Das gewünschte Betriebssystem kann ich nun ganz normal von dort installieren.

Blogparade: Social Media

Auf Internetblogger.de wurde nun schon vor ein paar Wochen eine Blogparade zu den sozialen Medien gestartet. Da der Markt dafür immer noch weiter wächst und in aller Munde ist, möchte ich mich auch daran beteiligen.

Welche der genannten Social Networks nutzt du – Twitter, Facebook, Google+, Xing, Pinterest, Linkedin und andere?

Registriert bin ich auf Twitter, Facebook, Google+ und Xing. Für das Bloggen nutze ich allein Google+, den Rest privat. Außerdem bin ich noch auf anderen kleineren Special Interest Social Netzwerken angemeldet. Vor langer Zeit habe ich auch intensiv Myspace genutzt. Als Musiker war das damals die perfekte Webseite. Leider hat Myspace den Trend verschlafen und ist in der Versenkung verschwunden.
Was bedeutet für dich Social Media?

Social Media bedeutet vor allem für mich Informationen auf einem Kanal zu bündeln und diese gemeinsam mit anderen zu nutzen. Leider haben nicht alle Netzwerke allen Zugriff auf alle Informationen. Daher bin ich immer noch auf der Suche nach dem richtigen Ort. Facebook ist für mich nur noch für Selbstdarsteller interessant. Wo hingegen ich mittlerweile ein echter Fan von Google+  bin. Dort wirkt auch das Niveau um einiges höher und ich empfinde es auch als echten Mehrwert.
Hat sich dein Nutzungsverhalten im Internet geändert, seitdem du diese Social Media Kanäle nutzt?

Ja, anstatt Sachen einfach nur zu Bookmarken, teile ich jetzt Inhalte aktiv, die ich interessant finde. Im Gegenteil erhoffe ich dies auch von anderen und möchte mich mit den passenden Menschen verknüpfen.
Welche Vorteile siehst du in der Nutzung von Social Media?

Ich erhoffe mir von den Sozialen Medien Themen unabhängig vom Ursprung zu teilen, kommentieren und diskutieren. Als besten Ort empfinde ich dafür Google+.

Welche Nachteile siehst in der Nutzung von Social Media?

Man mag meinen, dass der Datenschutz ein großer Nachteil ist. Da ist sicher auch etwas dran. Aber im Großen und Ganzen sehe ich kein Problem, da immer noch alles freiwillig von sich preis gegeben wird. Wer seinen Namen und E-Mailadresse nicht für das neuste Social Media Game hergeben möchte, muss eben darauf verzichten. So ist nun mal das Geschäftsmodell.

Außerdem glaube ich, dass der einzige Zweck (zumindest im Moment) der vielen Daten ist möglichst personalisierte Werbung zu schalten. Das klappt aber in meinen Augen immer noch so schlecht, dass lieber noch mehr Daten preis geben wollen würde. 😉
Was erwartet uns nächstes Jahr im Bereich von Social Media? Wird der Boom anhalten und kommt irgendwann mal eine Flaute?

Mein Physikprofessor hat einmal gesagt alles gleicht in der Natur einer e-Funktion. Irgendwann wird also auch dieser Markt gesättigt sein und nicht mehr so schnell wachsen. Es ist an den Firmen dann daran Marktanteile zu erkämpfen. In einer Marktbereinigung werden dann schlechte Konzepte abgestrafte. Auch erhoffe ich mir eine eindeutige Rechtssprechung in vielen Themen der sozialen Medien, wie zum Beispiel das Urheberrecht.

Flappy Bird – Geschicklichkeitsspiele im Revival

Handyspiele werden schon lange als der große Handheldkiller gehandelt. Das Jahr 2014 hat nun auch seinen nächsten großen Kandidaten dafür. Flappy Bird wurde im Mai 2013 .GEARS Studios veröffentlicht und von Nguyen Ha Dong programmiert. Aber erst jetzt hat es gewaltig an Popularität zugelegt.

In Flappy Bird geht es darum einen Vogel durch einen Hindernisparcour zu steuern. Die Hindernisse sehen verdächtig nach den Röhren von Super Mario aus. Die Steuerung ist dabei recht simpel. Mit einem einfach Tap führt der Vogel einen Schwung mit den Flügel aus und gewinnt an etwas höhe. Mit der Zeit verliert der Vogel an Höhe und stürzt ab. Bei einer Kollision mit einer Röhre oder dem Boden ist das Spiel vorbei. Der Clou an dem Spiel ist das einfache Spielprinzip und der Hohe Schwierigkeitsgrad. Mein Rekord war nach mehreren Stunden 4.

Das Spielprinzip gab es auch schon auf vielen Systemen und ist sicher so alt wie die moderne Videospielgeschichte. Trotzdem wurde ein großer Hype ausgelöst. Große Zeitungen und Portal sprechen von Hass-Liebe und Suchtpotential. In einem kleinen Überblick möchte ich über die interessantesten Geschicklichkeitsspiele auf dem Handy berichten.

Am Anfang war die Schlange

Als DAS Handyspiel überhaupt abgestempelt ist sicher Snake und seine vielen Varianten. Dabei wurde die erste Version schon 1976 programmiert. Populär wurde es in den 90er Jahren vor allem durch Nokia. Dieses Spiel war damals auf fast allen Nokia-Handys vorinstalliert.

Bei Snake geht es darum eine Schlange Früchte einsammeln zulassen. Wird eine Frucht eingesammelt, wächst die Schlange und wird länger. Das Spiel ist vorbei, wenn der Spielfeldrand oder die Schlange sich selbst berührt.

Klötzchen made in UdSSR

Als einer der Klassiker gilt sicher auch Tetris in all seinen Varianten. Das Original wurde 1984 von Alexei Paschitnow programmiert und war das erste Spiel, welches damals von der UdSSR in die USA exportiert wurde. Bis heute wurden etwa 100 Millionen Kopien auf Handys installiert.

Das Ziel von Tetris ist es die verschieden geometrischen Figuren so geschickt anzuordnen, dass es möglichst viele Punkte gibt. Eine Reihe ist ein sogenanntes Tetris. Die Zeile wird dann gelöscht und es gibt extra Punkte. Ist der Bildschirm voller Blöcke, ist das Spiel verloren.

Jump Jump

Ein weiteres Geschicklichkeitsspiel wurde 2009 auf ios und 2010 auf Android veröffentlicht. Vielen ist es sicher auch bekannt durch die aggressive Vermarktung im Fernsehen in gewissen Spar-Abos. Gemeint ist Doodle Jump. In diesem Spiel muss die Spielfigur von Platform zu Platform gesteuert werden um in einen im Prinzip endlosen Level weit nach oben zu kommen. Das Besondere ist, dass bei der Steuerung der Beschleunigungssensor des Geräts verwendet wird. Mit nach links bzw. recht Schwenken wird die Figur nach links oder eben nach rechts bewegt.

Der Anfang der Vögel

Schon 2009 waren Vögel die Stars in dem Spiel Angry Birds. Dort werden die wütenden Vögel mit Hilfe eines Katapults abgeschossen um die Unterschlüpfe von Schweinen zu zerstören. Angry Birds ist noch immer ein populäres Spiel und wurde auf vielen System veröffentlicht. Vor nicht langer Zeit wurde eine Star Wars Adoption entwickelt.

Einbetten von Videos soll kostenpflichtig werden

Auf futurezone.de werden interessante Pläne der österreichischen Verwertungsgesellschaft AKM enthüllt. Dort heißt es, dass unter den Mitgliedern eine Umfrage umgeht, in der ausgelotet werden soll ob das Einbetten von Videos auf anderen Webseiten kostenpflichtig sein soll bzw. erlaubt sein soll. Das würde das Internet gehörig aufrütteln. Es werden täglich tausende von Videos auf den Blogs und in den sozialen Medien getauscht.

Ich persönlich finde, wenn Videos auf einer paar Plattform hochgeladen werden, die das Teilen und Einbetten anbieten oder sogar unterstützen, dann muss man auch damit leben. Ein wirkliches Problem der Rechteinhaber sehe ich auch nicht. Aller Werbeeinahmen gehen trotzdem an den entsprechenden Urheber.

 

Spintires – der Matschsimulator

Über Kickstarterprojeke stolpert man viele, die ein besonderes Feature, Spielgröße oder auch nur eine atemberaubende Story bieten. Selten steht eine besondere Technik oder Engine im Vordergrund. Spintires von Oovee Game Studios ist ein Offroad-Rennspiel, dass sich besonders dem physikalisch korrekten Simulieren von Wasser, Matsch und anderen Untergründen verschrieben hat.

Das Finazierungsziel wurde schon vor einiger Zeit erreicht, aber trotzdem möchte ich über dieses Spiel berichten. Auf der Webseite steht auch eine Tech-Demo bereit. In dieser kann man mit zwei Fahrzeugen das Gelände erkunden. Das Wort Matschsimulator trifft es ganz gut. Durch unachtsames Fahren bin ich eigentlich regelmäßig im Matsch stecken geblieben. Man sieht sehr schön, wie sich im Untergrund neue Furchen und Fahrlinien bilden. Für mich ist das jetzt ein Muss in jedem neuen Rennspiel. Ein weiteres Eye-Candy ist das sich unter dem Fahrzeug wegbewegende Gras.

Ganz egal welches Spiel nun am Ende um diese Engine geschrieben wird, ich bin von der Technik-Demo schon begeistert. Das fertige Spiel kommt sogar mit Mod-Support. Ich werde auf jeden Fall ein Auge darauf werfen.