Was macht die Rakete bei Facebook?

Facebook rollt ein neues Feature aus. Eine kleine unscheinbare Rakete führt zu einem neuen Newsfeed. Dieser soll personalisiert sein. Dort soll sich immer frischer Content basierend auf den Likes und Interaktionen eines selbst und seiner Freunde geben.

Eigentlich eine ganz spannende Sache möchte man meinen. Bei der Masse an Inhalt, der jeden Tag im WWW produziert wird, ist es doch schön, wenn alles was einen interessiert zu einem von alleine kommt. Doch ich bin recht enttäuscht vom neuen Raketen-Feature.

Die Big-Data-Lüge

Was wurde nicht alles gewarnt, wie viel Facebook von uns weiß. Auf jede kleinste Information solle man acht geben. Denn wir werden mit personalisierter Werbung bombardiert. Schöne wäre es gewesen. Im neuem Newsfeed findet sich, zumindest bei mir, der ganze Schrott, den ich schon immer versuche im Internet zu meiden.

Klickbaits und Prank-Videos geben sich gegenseitig die Klinke in die Hand. Überhaupt finde ich, dass relative viele Videos als Content angeboten wird. Video ist King anscheinend bei Facebook. Das ich aber nicht überall mir Videos anschauen kann, sollte wohl klar sein. Ich bin froh, wenn es zumindest Untertitel gibt.

Lustig wird es, wenn ich als eingefleischter BVB-Fan auch Beiträge vom FC Bayern München erhalte. Ich denke hier ist noch jede Menge zu tun. Anscheinend weiß Facebook doch nicht so viel, wie man glauben mag. Ich bin schon seit fast 8 Jahre dort Nutzer. Allerdings war ich immer sehr passiv. Meistens habe ich nur den Messenger benutzt und hier und da ein paar Likes verteilt. Vielleicht mag dies bei intensiveren Nutzern anders ausschauen.

Gebt mir mehr, von dem was mir gefällt

Hach, wäre das schön gewesen. Aber auch Facebook ist ein Unternehmen, das Geld verdienen will. Es war zu erwarten, dass vor allem Inhalte im neuen Newsfeed auftauchen, die sich gut monetarisieren lassen. Aber einmal mehr fürchte ich, das ich als Mensch vergessen wurde. Der Mehrwert, den mir Facebook einmal bot, das vernetzen mit Freunden, wird immer blasser. Mittlerweile muss ich mich aus einem Dschungel aus Selbstdarstellung und Werbung kämpfen. Als News-Aggregator kann man das Soziale Netzwerk aber auch nicht wirklich gebrauchen. Würde ich dort nicht selbst Promotion für Konzerte machen, wäre ich dort schon lange kein Gast mehr. Und somit schließt sich doch der Kreis.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

CommentLuv badge