Dualboot von zwei Festplatten

Um etwas Erfahrung mit Linux zu erlangen und auch demnächst die Möglichkeit zu haben auf externen Entwicklerboards zu programmieren möchte ich gern ein Dualboot-System auf meinem Desktop-Rechner einrichten. Die Konfiguration sieht im Moment so aus, dass von einer 120 GB SSD Win7 geladen wird und eine 1 TB große Festplatte für Daten vorhanden ist. Auf die SSD möchte ich kein zweites System installieren, daher werde ich ein Dualboot-System mit zwei Festplatten einrichten. Wie ich dabei vorgegangen bin, möchte ich hier einmal darstellen.

Die Linux-Distribution

Mittlerweile gibt es so viele Linux-Distributionen wie Sand am Meer. Trotzdem viel mir die Wahl am Ende recht einfach. Ich habe mich für Ubuntu aus zwei Gründen entschieden. Erstens: Ich habe so gut wie keinerlei Erfahrung mit Linux. Nach einigen Recherchen scheint Ubuntu die am weitesten verbreitete Distribution zu sein. Daher erhoffe ich mir damit auch die meiste Unterstützung zu bekommen. Zweitens: Ubuntu wird auch bei mir an der Uni genutzt. Somit kann ich die Erfahrungen auch gleich praktisch umsetzen.

Die Vorbereitung

Drei Sachen müssen für die Installation vorbereitet werden.

  1. Eine freie Partition
  2. Download der ISO-Datei
  3. Ein bootfähiges Medium

Da das Betriebssystem auf ein bestehendes System installiert werden soll, muss dazu erst einmal eine freie Partition erstellt werden. Mit Hilfe des Windows-Tools Datenträgerverwaltung kann eine bestehende Partition verkleinert werden. Der übrig gebliebene Speicher steht dann als leere Partition zur Verfügung. Die endgültige Partition wird dann bei der Installation von Ubuntu erstellt.

Die Installationsdatei in Form einer ISO-Datei erhält man auf der Ubuntu-Webseite. Mit ca. 750 MB ist diese im Vergleich zu Windows-Versionen angenehm klein. Leider ging der Download bei mir etwas langsam.

In meinem Leben habe ich schon so viele DVDs/CDs gebrannt und danach immer wieder verloren oder waren irgendwann unlesbar. Deshalb habe mich für einen bootfähigen USB-Stick entschieden. Voraussetzung dafür ist ein entsprechend großer USB-Speicher und ein Computer der das Booten von USB unterstütz. Auf der Downloadseite von Ubuntu wird auch gleich ein passendes Tool empfohlen. Mit diesem lässt sich mit wenigen Klicks ein bootfähiger USB-Stick erstellen.

Die Installation

Um nun letztendlich vom Stick zu starten, muss im BIOS der USB-Stick als erstes Bootmedium ausgewählt werden. Die Tastenkombinationen unterscheiden sich meist von Mainboard zu Mainboard aber am häufigsten geht das mit der Taste F12. Nach dem erfolgreichen Start, wird Ubuntu geladen. Das ist etwas ungewöhnlich. Hat man doch ein Installationsprogramm für das Betriebssystem erwartet. Man kann einfach erstmal das neue OS testen und sich dann immer noch für oder gegen eine Installation entscheiden. Die eigentliche Installation lässt sich dann von einer Desktopverknüpfung starten.

Eigentlich habe ich mir das Einrichten von zwei Bootloadern aufwändiger vorgestellt. Der Plan war jeweils eine Platte auszuhängen und dann auf die Entsprechende das OS zu installieren um dann später vom BIOS aus das Laufwerk mit dem OS auszuwählen. Anscheinend hat Windows 7 den Bootloader auf die große Festplatte installiert. Also war dieses Vorgehen nicht möglich und ich habe den Bootloader überschrieben. Nun wird beim Starten der Linuxbootloader geladen. Das gewünschte Betriebssystem kann ich nun ganz normal von dort installieren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

CommentLuv badge