Steam In-Home Streaming, wer braucht das überhaupt?

Eigentlich wär es eine tolle Sache. Der potente Rechner im Arbeitszimmer rendert die Spiele und ich kann sie gemütlich vor dem großen Fernseher zocken. Das zumindest verspricht Steam mit seinem In-Home Streaming und so müssen sich das auch die PR-Leute gedacht haben. Aber irgendwie sehe ich darin gar keinen Vorteil.

Lass mich gleich die gesamte Technik blockieren!

Denn wie sieht das technisch aus? Man benötigt dafür einen leistungsstarken Rechner, einen Fernseher und einen zweiten Rechner zum Streamen. Schaltet also gleich drei Geräte gleichzeitig ein. Nun könnte man meinen, dass man den Gamer-Rechner noch für andere Aufgaben benutzen kann. Dem ist aber leider nicht so. Im Gegenteil, das Spiel reagiert sowohl auf die Eingaben des Hauptcomputers so wie auf die Eingaben des Steaming-Rechners. Da bahnen sich schon fiese Streicher für die Geschwister an.

Ein eher interessanteres Szenario wäre für mich zum Beispiel das Streaming auf ein Tablet, Smartphone oder den Laptop im Garten. Allerdings wird es da sicher noch einige Steuerungsprobleme geben. Noch viel cooler wäre ein Streaming über das Internet. Dann könnte man in der Bahn die großen AAA-Titel auf dem Smartphone zocken. Und das in voller Grafikpracht.

Alles noch Beta, oder was?

Gestern gab es wieder eine große Einladungswelle zum Betatest des In-Home Streamings. Allen Zweifeln zum Trotz habe ich es dann auch selbst einmal ausprobiert. Die Verbindung zweier Rechner funktioniert quasi automatisch. Man muss sich einfach nur auf zwei Rechner mit dem gleichen Account einladen. Schon erscheinen in der Bibliothek die installierten Spiele auf dem jeweils anderen Rechner. Ich hätte mir noch einen bessere Filter gewünscht. Man kann sich nicht nur die auf einem anderen Clienten installierten Spiele anzeigen lassen.

In meinem Testlauf hatte ich meinen Gaming-Pc und ein Laptop im W-Lan ausprobiert. Als Spiel hatte ich Counter-Strike Global Offensive gewählt. Das Streaming lies sich einfach mit dem Start des Spiels auf dem Laptop beginnen. Allerdings hatte ich noch erhebliche Perfomanceprobleme. Auf beiden Computern ruckelte es wie verrückt und Spielen war eigentlich unmöglich. Leider würde ich das aber auch eher aus das W-Lan als auf die Betaphase schieben. In-Home Streaming wird also zumindest bei mir am Heimnetzwerk scheitern.

Ein Server für jede Wohnung

Am liebsten würde ich die Idee des In-Home Streamings noch ein wenig weiter spinnen. Vielleicht existiert das ja auch so in zehn Jahren. Man stelle sich vor, in jeder Wohnung steht ein leistungsstarker Server. Dieser ist mit allen Geräten im Haus vernetzt. Diesem ist es möglich ein oder mehrere Spiele an verschiedene Ausgabegeräte zu streamen. Zusätzlich übernimmt dieser auch noch weitere Dienste, wie Zugang zum Internet und Speicherplatz. Einen PC würde es dann gar nicht mehr geben. Es existieren dann nur noch Ausgabemedien und Eingabegeräte. Mit diesen hat man dann Zugriff auf den Home-Server und kann dort seine Programm ausführen. Ich finde das eigentlich eine ziemlich „bequeme“ Fantasie. Allerdings möchte ich jetzt nicht mit den ganzen Datenschutzfragen noch anfangen… . 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

CommentLuv badge